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Der Schrebergarten

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Der Schrebergarten Viele Menschen, die zum ersten Mal nach Deutschland kommen, wundern sich über die vielen kleinen Holzhäuser mit Gärten, die sie vor den Städten dicht nebeneinander aufgereiht sehen. Einige vielleicht denken es wären Slums, da sie sich auch am Stadtrand befinden. Allerdings sehen die Gärtchen mit ihren bunten Gartenzwergen dafür viel zu gepflegt aus. Hier haben sich Stadtbewohner eine eigene Oase im Grünen geschaffen, denn viele haben keinen eigenen Garten oder Balkon in der Nähe ihrer Wohnung: Wer deshalb trotzdem seine eigene grüne Parzelle haben möchte, mietet also einen Schrebergarten. Dieser dient vor allem als Rückzugsort, um sich vom stressigen Stadtleben zu erholen, aber natürlich auch um Gemüse anzubauen. Die Schrebergärten sind deshalb aufgeteilte Grundstücke, die an Hobbygärtner mit grünem Daumen verpachtet werden. Allerdings war das aber nicht immer so. Die ersten Schrebergärten dienten als Spielplätze. Sie wurden nach dem Arzt und Pädagogen Daniel Gottlob Schreber benannt und dienten zur Förderung der Kindererziehung mithilfe von Spielplätzen. Als im 19. Jahrhundert die Stadtbevölkerung boomte und die Grünflächen verschwanden, wurde ärmeren Familien etwas Raum im Freien angeboten. Der erste entstand im Jahr 1864. Sie wurden dort gebaut, wo niemand gern leben wollte, zum Beispiel an Bahngleisen. Neben dem Spielplatz gab es dann für arme Familien die Möglichkeit dort Gemüse und Obst anzubauen. Daher wurden Schrebergärten auch Armengärten genannt. Ohne die Nahrungsmittel aus den Gärten, hätte manche Familie in Kriegszeiten nicht überleben können. Gibt es Schrebergärten nur in Deutschland? Eigentlich nicht. Schon 1819 gab es in England ein Gesetz, dass die Verpachtung von Land an die Armen regelt. Heutzutage gibt es ungefähr drei Millionen europäische Kleingärtnerfamilien. Hauptsächlich in Nord- und Mitteleuropa. Eine Million davon aber in Deutschland. Wie überall in Deutschland herrschen auch in den Schrebergärten Regeln und Gesetze. Die Gesetze sind festgelegt vom Bundeskleingartengesetz, dazu hat jede Gartenkolonie noch eigene Regeln, die zu befolgen sind. Man darf also nicht alles machen was man will. Zum Beispiel darf man nicht in seinem Gartenhaus wohnen und auf einem Drittel des Grundstücks muss Obst und Gemüse angebaut werden. Auch Rasenmähen oder zu laute Musik sind zu bestimmten Uhrzeiten und sonntags verboten. Wer sich bei seinen Nachbarn also nicht unbeliebt machen will, sollte sie einfach mal zum Grillen einladen. Wer sich einen Schrebergarten ergattern möchte muss sich aber ein bisschen gedulden und sich in die Schlange stehen. In Berlin beträgt die Wartezeit drei bis fünf Jahre. Im Durchschnitt bezahlt man dann zwischen 200 und 500 Euro pro Jahr. Es kommt auf die Größe des Gartens an und natürlich gibt es verschiedene Preise von Stadt zu Stadt und Verein zu Verein. Außerdem sind, durch die Wohnungsnot in deutschen Städten und dem Bedarf an Bauland, viele Schrebergärten bedroht.

1Scelta multipla

Schrebergärten befinden sich am Stadtrand.
Viele Menschen wohnen in Schrebergärten.
Daniel Gottlob Schreber war ein Politiker.
Früher waren die Schrebergärten Spielplätze.
Schrebergärten gibt es nur in Deutschland.
Schrebergärten waren wichtig während des Kriegs
In den Schrebergärten gibt es keine Regeln.
Schrebergärten sind heute nicht mehr so beliebt.

Mancano 8 risposte: conteranno come sbagliate.